Impulstext
Unzählige Thesen werden im Laufe unseres Lebens aufgestellt und wieder verworfen, erprobt und für untauglich erklärt, um schlussendlich Prinzipien ins Feld zu führen, warum oder weshalb etwas so ist wie es ist.
Leider verschanzen wir uns dann oft hinter diesen selbst errichteten Thesen, die zu Mauern werden können und werden starr und unbeweglich.
Dabei ziehen das Feingefühl und die Empathie oft den Kürzeren und darunter leidet vor allem unsere Seele, die lernen und wachsen möchte und sich in ihrem ganzen Sein als Mensch erfahren möchte.
Neue innovative Möglichkeiten, um wieder die feinen wahrnehmenden Antennen zu aktivieren, sind im Zulassen von Emotionen zu finden. Diese fließen zu lassen, sich ihnen auszusetzen und dem anderen zuzumuten ist ein Teil des Spiels des Lebens, und eröffnet uns die Möglichkeit uns authentisch zu zeigen.
Erlaube Dir Deinen Blick zu weiten, und längst Erlebtes nochmals zu betrachten. Oft ist ein gefälltes Urteil durch den gewonnenen Abstand revidierbar und ermöglicht Dir in der Retroperspektive eine neue Erkenntnis. Wirkungen, die Ereignisse auf uns hatten, können sie nur so lange haben, solange wir sie nicht zurechtrücken und aus einer neuen Perspektive betrachten. Gehst Du aus dem Gedanken der Minderung heraus, voller Kraft und Kapazität das zu fördern, was Dir im Hier und Jetzt ein Anliegen ist, bist Du im fürsorglichen Feingefühl Dir selbst gegenüber gelandet.
Dann dürfen sich starre Prinzipien und festgehaltene Schwüre aufweichen und Klarheit was jetzt zu tun ist, kann sich einstellen. Deine eigenen Einsichten und Erkenntnisse sind die imaginären „Sieben-Meilen-Stiefel“. Nicht fort von dem Thema, sondern hin zu dem Thema und seinen verborgenen Schätzen, darf die Devise sein.