Liebhaben statt rechthaben

    In Konflikten und Beziehungen führt nicht das Rechthaben, sondern die Haltung des Liebhabens – also Selbstliebe, Empathie und Verantwortung für die eigene innere Ausrichtung – zu echten Lösungen und Frieden. Wer bei sich bleibt und sowohl sich selbst als auch andere respektiert, kann Streit in Entwicklung und Verbindung verwandeln.

    Impulstext

    Jeder Streit oder Meinungsverschiedenheit beruht darauf, dass zwei völlig verschiedene Standpunkte/Ansichten oder Werte aufeinander treffen. Um aus einem Streit mit Besonnenheit einen Konsens werden zu lassen, ist das berührbar sein oder bleiben so essentiell.

     

    Fortschritt in einer festgefahren Situation ist nur dann möglich, wenn das „liebhaben“ statt dem „recht haben“ an die erste Stelle rückt. Das lieb haben bezieht sich jedoch auch auf das eigene Ich bin. Bin ich nicht ruhend in mir spiegelt sich das im Außen wieder, ob in Gereiztheit oder fahrig sein, und drückt doch nur einen inneren Zustand des ver-rückt seins – aus dem Häuschen sein  – aus.

     

    Im Miteinander, wo das liebhaben Raum einnehmen darf und soll, liegt auch die Verantwortung, denn jede Bindung bringt diese mit sich. Jede Beziehung besitzt eine innere oder spirituelle Verbindung. Der Archetyp der Liebenden erinnert uns daran, dass grundlegende Ehrlichkeit die einzige wirkliche Grundlage für Beziehungen jeder Art sein kann. Es ist daher unumgänglich Beziehungen immer wieder einer Prüfung zu unterziehen, und Beziehungen zu beenden, die nicht auf Gleichberechtigung beruhen.

     

    Dabei geht es dann nicht mehr um recht haben und Standpunkte „zu Tode zu diskutieren“, sondern durch die Innenschau in die Eigenverantwortung sich selbst gegenüber zu gehen, und sich selbst lieb zu haben. Sich selbst zu lieben bedeutet jedoch nicht, sich das Recht zu recht zu fertigen, und Reflexionen von außen zu biegen bis sie passend sind, sondern vielmehr den Blick auf die eigenen Licht- und Schattenseiten zu werfen.

     

    Durch die Anerkennung des eigenen Ichs und Deiner grundlegenden Werte kann Dein Licht zum Strahlen kommen, und du ziehst statt Ungemach Freude in Dein Leben.

     

    Vier Tiere begleiten dich in dieser Transformationsphase Deines Lebens:

    • Der Löwe, der dich an Deine Stärke und Kraft, aber auch an Deine Kreativität und das finden neuer Wege, erinnern möchte.
    • Der Skorpion der Dich daran erinnern möchte nicht zu giftig zu sein, und auf die Fallstricke des Egos zu achten.
    • Der Adler der dir den Blick von einer höheren Warte aus ermöglichen möchte, um Abstand in Streit und Konflikt Situationen zu erhalten, und dadurch mit Besonnenheit neue Erfahrungsmöglichkeiten wahrzunehmen. 
    • Der Skorpion und der Adler eröffnen dir auch den Blick auf Deine Loyalitäten und Prioritäten. Auch hier gilt der gleiche Grundsatz: „Liebe das was Dir und Deinem Wesen entspricht, und versuche nicht recht über jemanden oder eine Sache zu erlangen, wenn es Dir, Deinen Werten, Deinen Loyalitäten und Deiner Seele nicht entspricht.
    • Jedes miteinander durchläuft unterschiedliche Transformationsphasen und so möchte Dich die Schlange daran erinnern, Deine alte Haut von Zeit zu Zeit abzustreifen. 

     

    Erlaube Dir daher mit Besonnenheit statt mit Streit die vier folgenden Qualitäten zu integrieren:

    • Betrachte die Dinge objektiv und realistisch und so wie sie sind, und nicht so, wie Du sie gerne hättest.
    • In jeder Beziehung ist es wichtig, das wir Freude und Vergnügen verbreiten, und nicht immer darauf warten, dass diese zu uns kommt.
    • Jede Beziehung jeglicher Art verlangt, dass alle an ihr Beteiligten gewinnen, denn eine Situation des Gewinns bei gleichzeitigem Verlust der Gegenseite ist niemals der schlussendliche Sieg.
    • Um in jeder beliebigen Sache Erfolg zu haben, müssen wir Schritt um Schritt vorgehen und weder vordrängen noch zurückhalten, sprich offen, flexibel und widerstandsfähig sein, dem Herzen folgen, ehrlich und integer sein und eine effektive Kommunikation an den Tag legen.

     

    Wisse daher dass diese vier Qualitäten von Nöten sind, um gut bei sich selbst zu bleiben, sich selbst zu lieben, das ureigene Sein zu akzeptieren und zu respektieren, und Du Dich lieber wegdrehen, statt den anderen zurecht zu drehen brauchst. Auch dies ist eine Form des „Liebhabens, statt des Rechthabens!“

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    Katharina Linhart

    Katharina Linhart teilt in ihren Artikeln Erfahrungen aus vielen Jahren der Begleitung von Menschen und verbindet diese mit Impulsen zu aktuellen Themen sowie mit Erklärungen zu den jeweiligen Zeitqualitäten. Sie möchte Dich ermutigen Deine Stärken zu erkennen, Deine Schwächen liebevoll zu integrieren und jene inneren Türen zu öffnen, die bisher verschlossen schienen.

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