Tiefer Respekt

    Wahrer Respekt beginnt bei der ehrlichen und achtsamen Beziehung zu sich selbst, indem man eigene Bedürfnisse, Grenzen und Werte ernst nimmt und ihnen Raum gibt. Aus dieser inneren Klarheit entsteht die Fähigkeit, auch anderen mit echter Wertschätzung, Gelassenheit und emotionaler Tiefe zu begegnen.

    Impulstext

    Jemanden zu respektieren ist etwas grundlegend anderes, als jemanden zu akzeptieren. Akzeptanz lässt die Dinge, die sind, oder die jemand tut stehen, ohne emotional daran beteiligt zu sein. Um Respekt zu zollen, bedarf es emotionaler Berührbarkeit und den Willen diese zuzulassen, und dem anderen zu vermitteln.

     

    Tiefen Respekt kann ich zum Beispiel vor Heiligem haben, das mich in meiner Seele berührt, auf wundersame Weise etwas in mir zum Klingen bringt und mit meinem Herzen in Resonanz geht. Öffne ich mich diesem Gefühl, kann Tiefgehendes passieren und mich ruhig werden lassen.

     

    Auch Menschen gegenüber kann ich Respekt zollen: für ihre Verdienste, ihre Bereitschaft, ihre Treue und ihr Tun. Es tut gut dies in wertschätzende Worte und Gesten zu kleiden.

     

    Die Fragen, die übrig bleiben lauten:

    • Wieviel Respekt zollst Du Dir selbst?
    • Wie respektvoll gehst Du mit Dir und Deinen Wünschen, Bedürfnissen und Sehnsüchten um?

     

    Wahrer Respekt beginnt im eigenen Tun – sich selbst und seinem Wesen gegenüber. Deshalb ist ein wichtiger und unverzichtbarer Aspekt dieser Art der Selbstliebe Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.

    • Will ich dieses oder jenes machen und habe ich die Ressourcen und Mittel dafür?
    • Warum mache ich das eine oder das andere, obwohl es mir keine Tiefe schenkt?
    • Wie lautet der Lohn, den ich erhalte, dass ich mir selbst Respekt verweigere und über meine Grenzen gehe?

     

    Es gilt authentisch wie eine Kaiserin/Kaiser einzugreifen, und der inneren Ruhe mehr Raum zu geben.

     

    Diese Archetypen geben Dir einen Ideen-Pool an die Hand, um Dir selbst Respekt zu erweisen.

    • Ziehe Dich regelmäßig zurück.
    • Spring nicht auf jeden Zug auf, der an Dir vorbeirast.
    • Hilf Deinen Muskeln sich zu entspannen, damit der Geist sich entspannen kann.
    • Übe Dich langsam und fließend zu bewegen.
    • Lass die anderen so sein wie sie sind und übe Dich im Ein- und Ausatmen der Duldsamkeit.
    • Wahre Gelassenheit entsteht nur mit einem klaren weiten Geist.
    • Gelassenheit mit Klarheit wandelt sich in Freude und Heiterkeit und Du bist dem respektvollen Sein Dir selbst und anderen gegenüber durch dieses stille innere Einrenken einen Riesenschritt nähergekommen.

     

    Zolle dem Sein wie es ist Respekt und übe Dich in Gelassenheit und Innenschau, denn jeder Augenblick kann alles verändern! Wisse, Du kannst nur dann gut für Dich sorgen, wenn Du spürst, was Du wirklich brauchst. Doch um dies spüren zu können, musst Du zwischendurch einmal stehenbleiben und still werden. Zolle Dir diesen Respekt, dann kannst Du ihn auch anderen schenken.

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    Katharina Linhart

    Katharina Linhart teilt in ihren Artikeln Erfahrungen aus vielen Jahren der Begleitung von Menschen und verbindet diese mit Impulsen zu aktuellen Themen sowie mit Erklärungen zu den jeweiligen Zeitqualitäten. Sie möchte Dich ermutigen Deine Stärken zu erkennen, Deine Schwächen liebevoll zu integrieren und jene inneren Türen zu öffnen, die bisher verschlossen schienen.

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