Die Kunst der Allparteilichkeit

    Allparteilichkeit bedeutet, Konflikte neutral, offen und ohne Vorurteile zu betrachten und allen Beteiligten gleichermaßen Raum und Verständnis zu geben. Dadurch entsteht ein tieferes Verständnis unterschiedlicher Perspektiven, das Mitgefühl fördert und reife, lösungsorientierte Entscheidungen ermöglicht.

    Impulstext

    Kennst Du noch Humpty Dumpty von Alice im Wunderland? Das Ei, das auf der Mauer sitzt? Dieser Charakter verkörpert das Thema der Allparteilichkeit. Es ist die Kunst für alle Konfliktparteien gleichermaßen Partei zu ergreifen.

     

    Das heißt, Du bist eingeladen neutral, offen und ohne Vorurteile die Sachlagen zu betrachten. Es geht nicht darum voreingenommen zu sein oder den einen gegen den anderen auszuspielen.

     

    Um allparteilich eine Situation zu betrachten, ist es wichtig den Gegenstand des Konflikts sowie alle Beteiligten völlig ergebnisoffen, also wertneutral in den Fokus zu nehmen. Hierfür ist es von unschätzbarem Wert die Andersartigkeit des anderen zu sehen, und diesen Umstand nicht anzuprangern, sondern das Individuum hervorzuheben. Nur weil das eine oder andere für mich nicht stimmig erscheint, heißt es nicht, dass es nicht sein darf oder kann. Es ist eine andere Herangehensweise als meine, sonst nichts.

     

    Zu verstehen und zu akzeptieren, wie Du tickst und wie der andere, hilft einen Konflikt oft vom Grunde auf zu verstehen, da die Betrachtungsweise ein und desselben Themas völlig unterschiedlich wahrgenommen wird.

     

    Werde Dir daher zuerst gewahr wer Du bist und was Dich ausmacht, um Mitgefühl und Verständnis für Dich selbst zu generieren. Dieses danach jemand anderen zu schenken, ist der Folgeschritt.

     

    Oft sind es jedoch die Kompensationsversuche oder Übertreibungen, die uns in den Streit hineinführen. Erlaubst Du Dir selbst gegenüber loyal zu sein und Deine Wertekodex hochzuhalten, gestehe auch dem anderen diesen zu. Dann kann die Not gewendet werden, wenn Du dir erlaubst das Thema von mehreren Warten aus zu betrachten.

     

    Dinge stehen zu lassen und Meinungen gelten zu lassen, kennzeichnet eine reife Persönlichkeit, die weiß, dass jede/r nur als dem eigenen Sein und aus dem eigenen (manchmal begrenzten) Weltbild heraus agieren kann.

     

    Erlaube Dir und Deiner inneren Führung gerecht zu werden, indem Du als Vorbild agierst und Prinzipien nach der Sondierung umwälzt oder einen neuen Blick darauf wirfst. Neue Meinungen und daraus resultierender Weitblick entsteht oft erst dann, wenn man gelernt hat, dass führen dienen bedeutet. Das Wachstum, das daraus für alle die Resultierende ist, nährt auch alle.

    Katharina Linhart

    Katharina Linhart ist Schamanin, Wegbegleiterin und Ausbilderin mit einer tiefen Verbundenheit zur Natur, den alten Weisheitslehren und der inneren Entwicklung des Menschen. Seit vielen Jahren begleitet sie Menschen dabei, ihre wahre Kraft wiederzuentdecken, alte Muster zu lösen und ihren eigenen Seelenweg bewusst zu gehen.
    Mit ihren Ratgebern möchte sie altes Wissen verständlich und alltagstauglich weitergeben – als Inspiration, Orientierung und Einladung, der eigenen Intuition wieder zu vertrauen und den eigenen Weg mit Klarheit, Mut und Herz zu gehen.

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