Bedachtsamkeit

    Bedachtsamkeit bedeutet, aus innerer Ruhe, Selbstachtung und Achtsamkeit heraus zu handeln, statt aus alten Verletzungen oder automatischen Reaktionen. Sie entsteht durch bewusstes Wahrnehmen eigener und fremder Bedürfnisse, das Loslassen von Überforderung sowie die Fähigkeit, gelassen Raum für Veränderung und neue Perspektiven zuzulassen.

    Impulstext

    Bin ich gegenüber etwas oder jemanden bedacht, dann lasse ich Sorgfalt walten und agiere besonnen. Umsichtig und gelassen in sich ruhend zu sein, ist auch ein Zug von Selbstliebe und Selbstrespekt, da durch die innere Ruhe negative Kräfte umgangen werden können.

     

    Oft genug handeln wir jedoch nicht besonnen, sondern reagieren aus alten Verletzungen heraus. Hindernisse können jedoch nur durch Hinhören und Wahrnehmen gelöst werden, und dem Wunsch nach dem aufrichtigen Verstehen des Bedürfnis des anderen, jedoch auch der eigenen Bedürfnisse.

     

    Achte darauf nicht alle Lasten auf Dich zu nehmen, und Dich von den unterschiedlichen Kräften zerreiben zu lassen, nur weil es an Achtsamkeit für Dich selbst mangelt.

     

    Um bedacht zu sein, ist es wichtig das Gleichgewicht, das die Zahl Acht, die ja verborgen im Wort ist, immer wieder in den Fokus zu nehmen. Reflexion ist in Zeiten, wo Hektik, Stress und Überforderung den Alltag prägen, ein unverzichtbares Gut. Es gilt den Blick zu weiten, und nicht nur die Details oder Fehler im Blick zu haben. Richte das Vergrößerungsglas nicht auf das was nicht funktioniert, sondern gestehe der Veränderung Raum zu, um Dich auf neue Wege zu führen.

     

    Achtsamkeit mit sich selbst hat auch mit Mutation und Weiterentwicklung zu tun. Diese passiert oft durch und mit dem Außen, da neue Impulse gesetzt werden. Umsichtiges Verhalten sich selbst gegenüber zeichnet sich auch durch das ambitionierte Verhalten aus, Beziehungen jeglicher Art als Entwicklungshilfe für das eigene Ich bin zu sehen. Dies impliziert jedoch nicht, aus Pflichterfüllung etwas oder jemanden treu zu bleiben, obwohl das innere Feuer bereits erloschen ist.

     

    Gelassenheit ist in Zeiten von Umbrüchen und Neuerungen ein wertvolles Gut! In diesem Wort steckt das Wort „lassen“ und dies ist ein nicht zu unterschätzendes Wörtchen, um der Angst nicht zuviel Raum zu geben.

     

    • Bin ich bedacht darauf den anderen in seinem Sein zu lassen?
    • Kann ich neue Blickwinkel zulassen, um ein achtsameres Sein an den Tag zu legen?
    • Was gilt es wegzulassen, um gelassener zu sein?
    • Wo darf ich vorweg etwas lassen, um besser bei mir oder dem anderen zu sein?

     

    Vorsichtig, gelassen, bedacht und sorgfältig zu sein, sind alles Synonyme, um bedacht und achtsam Dein Leben zu gestalten. Lernst Du wie das Wasser zu sein, dann umfließt ein Strom den Berg – das Hindernis. Sich dessen gewahr zu werden, ermöglicht neue Aktionen, statt der gewohnten Reaktionen.

     

    Überlebensthematiken diktieren oft unser Verhalten, das dann alles andere außer besonnen ist. Sich aus diesen alten Stressmustern, Glaubenssystemen und Schuldzuweisungen zu entbinden, gibt Raum zum gelassen Sein.

    Katharina Linhart

    Katharina Linhart ist Schamanin, Wegbegleiterin und Ausbilderin mit einer tiefen Verbundenheit zur Natur, den alten Weisheitslehren und der inneren Entwicklung des Menschen. Seit vielen Jahren begleitet sie Menschen dabei, ihre wahre Kraft wiederzuentdecken, alte Muster zu lösen und ihren eigenen Seelenweg bewusst zu gehen.
    Mit ihren Ratgebern möchte sie altes Wissen verständlich und alltagstauglich weitergeben – als Inspiration, Orientierung und Einladung, der eigenen Intuition wieder zu vertrauen und den eigenen Weg mit Klarheit, Mut und Herz zu gehen.

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