Der Schlüssel, statt der Tritt

    Impulsives Widerstehen oder „Dagegengehen“ entsteht oft aus Stress, fehlender Klarheit oder mangelnder Selbstfürsorge und verhindert lösungsorientiertes Handeln. Wer innehält, die Situation annimmt und bewusst reflektiert, erkennt den „Schlüssel“ zur Lösung und kann aus Erfahrung statt Reaktion handeln.

    Impulstext

    Kennst Du das? Du trittst (real oder gedanklich) wo dagegen, obwohl der Schlüssel in Reichweite liegt?

     

    Diese impulsive Geste der Ungeduld, oft auch des Zornes oder des Unverständnisses lässt manchmal einen Scherbenhaufen, ein schlechtes Gewissen oder mehr Arbeit zurück. Und doch setzen wir ähnliche Handlungen immer wieder!

     

    Welcher innere Frustrationspegel ist so hoch, dass der Fokus auf das Jetzt, die Lösungs- und Handlungsoption scheinbar auf null sinken lässt?

     

    Die Antworten werde vielzählig sein, doch liegt meist ein oder mehrere Stressoren dem zugrunde. Befinden wir uns im Stress steht fehlende Selbstliebe, mangelnde Eigenfürsorge und keine klar gezogene Grenzen an erster Stelle.

     

    Um sich auf das vor Dir liegende fokussieren zu können, und zu wollen, ist eine Identifikation mit jener Sache, der Ideologie oder der daran beteiligten Person von Nöten. Hast Du diese nicht, wird die vor Dir liegende Aufgabe zum Kraftakt. Erfährst Du nichts Inspirierendes, das sich in Dein Weltbild integrieren kann, entsteht keine Resonanz und damit kein Wille, sich für dieses oder jenes einzusetzen.

     

    Aufzustehen, den Blickwinkel zu drehen, Dinge zu sehen, wie sie sind und nicht wie Du sie gerne hättest, ist der 1. Schritt, um Raum für Dich aufzuspannen.

     

    Annehmen dessen, was jetzt integriert und was liegen gelassen werden möchte, ist der 2. Schritt.

     

    Herausziehen was Du durch die Erfahrungen „des Tritts“ gelernt hast, komplettiert den 3. Schritte.

     

    Loslassen was Dir nicht entspricht in Form von eigener Herangehensweise oder Timing dafür, ist der 4. Schritt.

     

    Als „Zuckerl“ (Goodie) beim letzten Schritt erlaube Dir selbst über den Tellerrand zu sehen, und in der Reflexion zu erkennen, was es in der einen oder anderen Sache zu lernen galt, oder auch den Blick zu weiten.

     

    Den Schlüssel bei sich zu haben und ihn zu nutzen, setzt Gewahrsein voraus, Reflexion über Vergangenes und realistisches Träumen, um den imaginären roten Lebensfaden in Händen zu halten, und sich führen und leiten zu lassen.

     

    Die reflektierende Zurückgezogenheit, um abzuschließen, das Herz wieder sprechen zu lassen und der Veränderung die Tore zu öffnen, ermöglicht Dir in Deiner Gesamtheit zu strahlen, den Schattenwolf zu zähmen und das Neue zu erträumen.

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    Katharina Linhart

    Katharina Linhart teilt in ihren Artikeln Erfahrungen aus vielen Jahren der Begleitung von Menschen und verbindet diese mit Impulsen zu aktuellen Themen sowie mit Erklärungen zu den jeweiligen Zeitqualitäten. Sie möchte Dich ermutigen Deine Stärken zu erkennen, Deine Schwächen liebevoll zu integrieren und jene inneren Türen zu öffnen, die bisher verschlossen schienen.

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