Achtsames Zuhören

    Achtsames Zuhören bedeutet, den anderen wirklich präsent, ohne Vorurteile und ohne innere Ablenkung wahrzunehmen – auch über Worte hinaus. Dadurch entsteht echtes Verstehen, das auf Empathie, Offenheit und respektvoller Wahrnehmung statt schneller Bewertung beruht.

    Impulstext

    Jeder wünscht es sich aber kaum jemand praktiziert es. Achtsam sein bedeutet auch, sich wie in eine imaginäre Acht hineinzusetzen, und den anderen mit seinem Thema bewusst wahrzunehmen und mitfühlend, jedoch nicht mitleidend zu sein.

     

    Aus der Perspektive des einen „Baucherls“ der Acht kann ich neutral die Position des anderen und seine Belange und Sorgen bei ihm lassend mitfühlend, wahrnehmend, zuhörend und aufmerksam wahrnehmen.

     

    Um den anderen wirklich zu hören, ihn zu sehen und als Wesen zu begreifen steht mir ein Repertoire an Möglichkeiten zur Verfügung.

     

    Das erste und wesentlichste ist es die „richtige Frequenz“ eingestellt zu haben, um den anderen auch wahrnehmend empfangen zu können. Wenn auf imaginären anderen Sendern kommuniziert wird, verläuft die Kommunikation mit Störgeräuschen oder ungehört ab.

     

    Der zweite, oft ignorierte Punkt, ist das aktive Hinhören und sich nicht im Kopf schon eine Antwort oder Einwand „zurechtzulegen“.

     

    Der dritte Punkt, der für viele nicht wahrnehmbar ist oder bewusst ausgeblendet wird, ist das „zwischen den Zeilen lesen“. Die Kommunikation läuft oft (auch) dazwischen ab und wird durch Gesten, Mimik und kleine Zeichen gestaltet. Lernen wir diese Zeichen zu lesen, nehmen wir unseren Gesprächspartner wirklich wahr, gemäß des Satzes: „Ich sehe Dich!“

     

    Der vierte Punkt, der sich oft als ein schnell gefälltes Urteil herausstellt, ist die Wertung über die nonverbale Kommunikation wie Glatze, Piercing, Tätowierungen, Kleidung usw. Sich dem anderen offen und immer aus dem Herzen heraus zu nähern, darf den Hintergrund verstehen lernen, warum der eine das und der andere dies macht und es nicht in gut oder schlecht eingeteilt werden muss. Es gilt die Andersartigkeit des Seins zu zelebrieren.

     

    Die Achtsamkeit liegt darin sofort korrigierend einzuwirken, sobald ich mir einer der vier Punkte gewahr werde.

     

    Jede/r von uns hat die Sprache und Art des Kommunizierens gelernt, die zu Hause vorgelebt oder praktiziert wurde. Dennoch dürfen wir uns im Laufe des Lebens weiterentwickeln und wenn etwas nicht mehr passt, es aufhören passend zu machen, weil es immer so war. Erlaube Deinem Ausdruck sich mit Deinem Wesen im Gleichklang zu verändern und Raum für neue Optionen aufzuspannen.

     

    Sich selbst Respekt zu zollen, bedeutet auch leichter dem anderen diesen zu geben und dadurch aus den Stressfallen des Alltags auszusteigen. Hole Deine inneren Archetypen wie die Kaiserin und Hohepriesterin an Deine Seite und werde Dir DEINER eigenen Selbstverleugnungen und Selbstsabotagen bewusst, da Du DICH vergessen hast und es jetzt gilt sich wieder an SICH SELBST zu erinnern.

     

    Komme in die Zentrierung und Anbindung an das große Ganze zurück. Du bist nie alleine, sondern immer all-eins, mit dem großen Ganzen.

     

    Lerne dem Universum und Deinem Herzen zuzuhören und alles fügt sich wie von alleine.

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    Katharina Linhart

    Katharina Linhart teilt in ihren Artikeln Erfahrungen aus vielen Jahren der Begleitung von Menschen und verbindet diese mit Impulsen zu aktuellen Themen sowie mit Erklärungen zu den jeweiligen Zeitqualitäten. Sie möchte Dich ermutigen Deine Stärken zu erkennen, Deine Schwächen liebevoll zu integrieren und jene inneren Türen zu öffnen, die bisher verschlossen schienen.

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