Grenzenlosigkeit

    Grenzenlosigkeit zeigt sich als Balance zwischen klaren, gesunden Grenzen und der Fähigkeit, diese bewusst zu öffnen oder zu lösen, ohne sich selbst zu verlieren. Entscheidend ist, den eigenen Raum zu wahren und gleichzeitig achtsam, mutig und respektvoll im Miteinander zu handeln.

    Impulstext

    Wie wichtig ist es Dir Deine Grenzen zu stecken, diese zu wahren oder auch gewahrt zu wissen? Wieviel Raum gibst Du Dir und Deinen Bedürfnissen und nimmst diesen auch bewusst ein?

     

    Grenzen zu ziehen, Grenzen zu wahren oder auch Grenzen aufzuweichen sind drei unterschiedliche Aspekte, die aus Dir heraus in die Welt strahlen dürfen und Raum einnehmen wollen.

     

    Wahrst Du Deinen Raum nicht, ist die Gefahr groß, dass andere über Deinen Raum verfügen. Sei Dir daher darüber bewusst und Dir selbst gegenüber schonungslos offen, ob und wie Du Deine Grenzen wahrst oder ob Du uferlos und grenzenlos bist, wo ein Rahmen für Dich und Dein Sein jedoch von Vorteil wäre?

     

    Sich zu verlieren, Grenzen fallen zu lassen, sich zu öffnen und zu weiten, loszulassen, und geschehen zu lassen, braucht Mut, Offenheit, Vertrauen und Augenhöhe. Sind diese Parameter für Dich nicht gegeben, greifen oft lang einstudierte Verhaltensmuster und unbewusste Überlebensstrategien.

     

    Frage Dich daher selbst: Will ich Lieb-Kind sein, um anerkannt, gemocht und geliebt zu werden? Erlaube ich anderen meine Grenzen zu überschreiten, weil das Nein so hart oder mächtig wäre, dass ich es mir selbst nicht zutraue, dieses mit aller Deutlichkeit zu formulieren?

     

    Der Spagat zwischen Grenzen wahren, und Grenzen aufzulösen ist ein filigraner Akt, der weder mit Gewalt noch mit Forderung durchzusetzen sei, sondern vielmehr Fingerspitzengefühl, Intuition und Mut bedarf, für sich einzustehen.

     

    Laut und deutlich seine Meinung zu vertreten, nach vorne zu gehen, sich zu präsentieren und Position zu beziehen, verlangt Mut, Stärke, Courage und eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Wichtig dabei ist es, ein Statement zu setzen, ohne jedoch das Gegenüber an die Wand zu klatschen.

     

    Die eigenen und die fremden Grenzen zu respektieren ist ein Üben im Miteinander, das nie enden will. Grenzen beginnen wir zumeist dann aufzuziehen, wenn wir uns nicht verstanden fühlen oder den Eindruck haben nicht gesehen zu  werden, oder unser Sein gar zur Diskussion steht.

     

    Erlaube Dir zu reflektieren und Erkenntnisse umzusetzen, indem Grenzen klar und deutlich gesetzt, aufgeweicht oder entfernt werden dürfen.

     

    Wann und ob Du dies tust, obliegt dem Gewahrsein Deines Selbst, dem Reifegrad Deiner Seele und ob der Lehrer welcher Art und Weise auch immer bereits in Dein Leben getreten ist, um Dich sanft, jedoch direkt zu Deinem höchsten Wohle zu führen.

     

    Lass los und gestatte der inneren Grenze ins Bewusstsein zu kommen. Dadurch kannst Du sie wahrnehmen – annehmen – das Wertvolle darin integrieren, um sie mit einem tiefen Seufzer loszulassen.

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    Katharina Linhart

    Katharina Linhart teilt in ihren Artikeln Erfahrungen aus vielen Jahren der Begleitung von Menschen und verbindet diese mit Impulsen zu aktuellen Themen sowie mit Erklärungen zu den jeweiligen Zeitqualitäten. Sie möchte Dich ermutigen Deine Stärken zu erkennen, Deine Schwächen liebevoll zu integrieren und jene inneren Türen zu öffnen, die bisher verschlossen schienen.

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